Die neue NANOFLEX-Carbontechnologie von Sensas ist das Aushängeschild von High-End Kopfruten für die kommende Saison.

Doch was verbirgt sich dahinter? Nanoflex ist ähnlich dem Nano-Carbon, wie es Reglass bereits schon länger verwendet. Dem
Harzgemisch Resin, dass zum Verkleben der Carbonmatten verwendet wird, füllt jetzt winizige Hohlräume zwischen den Carbonfasern,
die mit der Vakuumpumpe nicht abgesaugt werden konnten, während das zähflüssige Resin-Harz die Carbonmatten verklebt.
Die Techologie des Kopfrutenbauens schein ausgereizt zu sein. Die Carbonfasern lassen sich nicht weiter verbessern. Es wird nun
an winzigen Details im Produktionsprozess gearbeitet, um sich vom Wettbewerber abzusetzen. Doch lohnt der Aufwand und der
Mehrpreis für wenige Prozente an Gewichtsersparnis? Für welche Zielgruppe rechnet sich dieser Mehraufwand? So webt Sensas
zum Beispiel die Matten seit 2014 im 4G Design. Eine Art verwebte Kreuzwicklung von Carbonfaser, die auch noch schick aussieht.


Auf den letzten 15cm zum Rutenende des Handteils spendiert Sensas bei den neuen Serien etwas mehr Carbonwindungen. Kaum zu sehen.
Doch die Kante ist bei gutem Lichteinfall zu erkennen. Wenige Gramm Zusatzgewicht - nur dort wo es sein muss und so dezent wie möglich. Die Gewichtsersparnis durch Nanoflex wurde mit Erkenntnissen von Schwachstellen im Umgang mit sensiblen Kopfruten kompensiert.

 

Das ganze Produktionsverfahren wurde auf Nanoflex umgestellt. Das Resultat ist eine schnelle Aktion der Rutenspitze. Ein schneller Anschlag, der spürbar ist, wenn man die alte und neue Rute vergleicht. Doch dafür kenne ich leider kein Messverfahren. Man muss es fühlen, sagte mir Marco Beck.

Auf der Efftex in Warschau hatte ich die neue Serie Nanoflex 895 schon mal in die Hand nehmen können. Es war damals noch ein Muster.
Inzwischen hatte ich Gelegenheit, direkt bei Sensas im Werk, die Kopfruten gegeneinander zu vergleichen und nachzuwiegen.
Zu oft behaupten die Hersteller, die Ruten seinen wirklich 13m lang, schnell im Anschlag and das Beste was der Markt kennt.
Mag sein, dass man in Frankreich und Italien schöne Worte verkaufen kann. Deutschand tickt anders. Hier gehts um Fakten, Fakten, Fakten....
und vorallem um Transparenz und Service nach dem Kauf. Diese Jahr hatte ich wirklich eine Unmenge von neuen Kopfruten testen können, doch
Sensas schiesst den Vogel ab. Wer bitte braucht soviele verschiedene Kopfruten-Modelle? Ca. 25 neue Modelle sind aufgebaut. Alles jetzt mit dem
druck- und bruchfesterem Nanoflex-Carbon. Gebaut - um ewig zu halten. Gierig griff ich mir gleich das Top-Modell. Die XL95 und XL95-S.
Die empfohlenden VK's liegen hier bei Preisen einer komfortablen Einbauküche. Das muss man sich erstmal leisten können!


Mit einer Schiebelehre habe ich zunächst die Handteildurchmesser ermittelt. Da es verjüngende Teile sind, die zum Ende immer dicker werden und
damit eine Steigung haben, weiss man nicht so recht, wo soll man den Handteildurchmesser ermitteln? 1m vom Rutenende entfernt, dort wo auch
das Balancegewicht ermittelt wird? Ich konnte es nicht eindeutig klären und haben unten und oben gemessen. Alle Serie 5 Modelle - dazu zählt auch
die 95XL und 95XL-S haben oben am 13m Handteil 45.8mm und unten 49.7mm. Da fühlt man, was man in der Hand hat!
Größere Durchmesser bringen mehr Steifigkeit, aber auch mehr Gewicht. So ist die reale Länge der 95XL 13.13m (nachgemessen).
Im Katalog stehen nur 13.10m, damit es keinen Stress mit Fertigungstoleranzen gibt.
Die 95XL glänzt mit einem Eigengewicht von nur 885 Gramm bei einem Balancegewicht von 3520 Gramm bei 13.13m.

Es liesst sich schön im Katalog eine leichte Rute zu haben. Doch stimmt die Rutenlänge? Stimmt das angegebene Gewicht? Hier hat sich ein Wettbewerb entwickelt, der ähnlich der Tragkraftangaben bei Angelschnüren ist. Die Tragkraft mag stimmen, aber was ist mit dem Tolleranzmaß des Schnurdurchmessers? Sensas hat ein winziges Detail vergessen im Katalog zu erwähnen. Die Rutenlänge im Katalog wird mit 13.20m angegeben. Diese Länge ist jedoch mit Mini-Prolunga ermittelt worden. Beim Messen des Rutengewichtes interessierte niemanden das Gewicht der Verlängerung. Die Ruten wurden bei 12.31m gewogen, jedoch im Katalog mit 13,20m angegeben. Ich hätte mir hier wenigestens einen Sternchen-Hinweis gewünscht, wie gewogen wurde. Auch im 2016-er Katalog steht trotz meiner konstruktiven Kritik vom Vorjahr wieder kein Hinweis drin, das bei den "kurzen" Modellen sich die Gewichtsangabe auf 12.31m Rutenlänge bezieht. Statt dessen gibt man wieder die Rutenlänge mit der Miniprolunga an. Wiegt die Rute jedoch ohne Extension. Das andere Hersteller das auch so machen, kann ich nicht als Ausrede gelten lassen. Später zeige ich noch, welche Auswirkungen die Miniextension auf die Balance hat. Weiterlesen lohnt sich

Neu ist die XL-S Serie. Es ist die vom Rutenaufbau die geiche Rute, jedoch mit noch mehr Wicklungen an Carbonfassern. Ziel war es, eine Rute zu designen, die noch steifer ist und bei bei hohen Windlasten nicht zu brechen droht. 105 Gramm hat Sensas mehr die die XL-S reingepumpt. Das Modell ist nun supersteif, aber auch super teuer. Der empfohlene VK liegt laut Sensas bei 5999.00EUR fürs Pack mit 4 Top5 Kits. Völlig unrealistischer VK-Preis aus meiner Sicht.
In ersten Onlineshops in Frankreich wurde das Modell schon um 4200EUR gesichtet.
Die XL-S fühlt sich durch das zusätzliche Material geringfügig schwerer an, als die leichtere 95XL. Das Balancegewicht bestätigt dies auch. Während die 95XL nur 3520 Gramm hatte, zeigte die 95XL-S mit 4198 Gramm schon mehr als deutlich, hier gehts nicht um die leichteste Rute der Welt. Hier gehts um die bruchstabilste Rute auf höchstem Niveau. Auch im Anschlag und Nachschwingverhalten erkenne ich maximal nur bis ins Teil 3 ein Nachschwingverhalten. Das Material der XL-S ist noch druckfester und belastbarer. Wer also oft mit heftigen Seitenwinden zu tun hat, sollte sich lieber das XL-S Modell holen. ich persönlich bin jedoch ein Fan der XL95. Der irre schnelle Anschlag und das extrem geringe Balancegewicht sind spürbar besser als die Top-Modelle der Vorjahresproduktion. Ich habe zum Vergleich mal mit Marco Beck zusammen die 85XL gegen die 95XL getestet. Die 85XL hatte eine geringfügig größere Abweichung von der Ideallinie und schwingt nach dem Anschlag etwas mehr nach, als die 95XL. Man muss der Fairness aber auch dazu sagen, dass ein Laie den Unterschied nicht wirklich wahrnehmen würde. Sowohl die 85XL als die neue 95XL bleiben die Top-Modelle bei den XL-Ruten..

Fazit: Die 95XL-S ist nicht die erste Wahl für Teamangler, die schon ne 74XL oder was ähnliches fischen. Die Ruten sind zu ähnlich. Wer bereits Topmodelle fischt, will nach den Sternen greifen und da ist nun mal die 95XL aktuell das Maß aller Dinge. Wäre der Schriftzug 95XL-S nicht an der Rute gewesen, ich hätte das Modell beinahe als Karpfenrute auf dem Niveau der neuen Sensas Hulk 85 eingestuft.


Schon eher ins Beute-Schema anspruchsvoller Teamangler gehört aus meiner Sicht die Nanoflex 75XL. Nur 10 Gramm schwerer als die 95XL, dafür jedoch ca. 1000EUR günstiger. Es ist schon extrem Krass, was das letzten Quentchen an Technologie kostet. Auch das Balancegewicht der Sensas 75XL mit 3540 Gramm ist nur 20 Gramm höher, als die 95XL. Ich habe beide Ruten immer wieder in die Hand genommen und den Anschlag verglichen und muss ehrlich zugeben, dass der Unterschied zur 75XL doch sehr deutlich ist, obwohl das Balancegewicht das NICHT wiederspiegelt. Die 95XL ist knochenhart und tatsächlich eine Klasse für sich, die sicherlich einen satten Aufpreis rechtfertig, aber nicht gleich 1000EUR. Die 75XL schwingt beim Anschlag bis ins Teil 4 mit. Dieses Verhalten ist bei der 95XL nicht zu beobachten. Die nachgemessenen Länge beträgt auch hier 13.13m. Das 13m Handteil hat oben 45.8mm und unten 49.7mm.

Auch zur 75XL gibt es eine extra steife S-Version. Die 75XL-S ist in der Tat tatsächlich steifer. Sensas verbaut hier 145 Gramm mehr an Nanoflex-Carbon, um das Modell noch bruchfester zu machen. Entstanden ist aus meiner Sicht eine gute Allroundrute, die man auch mal mit Big-Fish Kits oder sogar Fightingskits bestücken kann. Das Balancegewicht beträgt hier 4250 Gramm. Klingt erstmal viel. Man darf jedoch nicht vergessen., dass die XL Ruten ja echte 13m haben.
Zum Vergleich: Ich habe das Top-Modell 895 (790 Gramm) bei 12.31m gemessen und bin auch 2960 Gramm Balancegewicht gekommen. Mit aufgesteckter Mini-verlängerung sind es schon 3807 Gramm. Also 847 Gramm zusätzlich an Balancegewicht nur für die Mini-Verlängerung von ca 80cm!

Fazit: Die 75XL-S ist ebenfalls nicht die erste Wahl für Teamangler, die schon ne 74XL-River, 64XL oder was ähnliches fischen. Der Umstieg lohnt nicht. Die Ruten sind zu ähnlich. Wer bereits Topmodelle fischt, will nach den Sternen greifen und da ist nun mal die 75XL der offenbar gesündeste Kompromiss aus Preis/Leistung im Oberliga-Bereich. Die 75XL-S ist für mich mehr eine professionelle Allround-Rute. Das diese nun aber auch den gleichen hohen EVK-Preis von 3999.00EUR im Vergleich zur 75XL hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Reglass baut in diesem Preissegment deutlich bessere Ruten

Die neue Sensas Nanoflex 895 durfte ich in Warschau schon mal auf der EFFTEX-Messe in die Hand nehmen. Sehr ungläubig über das leichte Gewicht zählte ich nach, ob die versehentlich ein Rutenteil weggelassen hatte. Doch es waren 9 Teile.
So eine Sahneschnitte ist mir lange nicht mehr zwischen die Finger gekommen. Dabei fühlt sich das Carbon noch immer Druckfest an. Das Gewicht der Rute beträgt nur 790 Gramm!. ich selbst fische schon die Sensas 984 mit identischem Gewicht und kenne daher dieses Modell in- und auswendig. Die "895" ist vom Teil 1-5 identisch mit der 984. Ab Teil 6 unterscheidet sie sich jedoch aufgrund des größeren Steigungswinkels. Das 13m-Handteil hat oben 45.7mm Durchmesser und unten (sprich am Ende) 49.7mm). Das ist typisch für Serie 5 Kopfruten von Sensas. Trotz gleichen Eigengewichts ist die 895 (2960 Gramm) im Balancegewicht leichter als die 984 (3080 Gramm). Der Anschlag kommt bei der 895 ebenfalls irre schnell durch. Ein Nachschwingen ist kaum feststellbar.
Trotz meiner konstruktiven Kritiken vom Vorjahr behauptet Sensas im Katalog 2016, das die Rute 13.25m lang sei und dabie nur 790 Gramm wiegt. Nirgendwo steht ein Hinweis, dass die Rute in Wirklichkeit nur 12.31m lang ist und man die Mini-extension nehmen muss, um die vollen 13m zu erreichen. Mit Mini-Extension habe ich dann 13.21m ermittel. Somit stimmt die Angabe der Rutenlänge mit extension. ABER: Das Gewicht wurde OHNE Mini-extension ermittelt. Browning und Co machen dass ja auch so. Der Trend, dass die Ruten immer kürzer  und die Mini-extension immer länger werden zeichnet sich auch dieses Jahr wieder ab. Rutengewichte werden regelmäßig ohne die Extension angegeben.

Nun habe ich mir mal die Mühe gemacht und an diesem Spitzenmodell den Einfluss der Mini-Verlängerung ermittelt. Bei 12.31m ohne Verlängerung ermittelte ich ein Balancegewicht von 2960 Gramm und bei 13.21m eine Balancegewicht von 3807 Gramm! Krass oder???

847 Gramm Unterschied in der Balance, wenn man es mit mit den XL-Versionen vergleicht. Die 895XL hat bei 13.13m nähmlich nur 3520 Gramm an Balancegewicht. Das sind 300 Gramm Unterschied. XL-Ruten sind daher immer besser ausbalanciert, die diese weniger Steck-Übergänge und eine längere Rutenteilung haben. Die Zielgruppe für dieses Modell sind anspruchsvolle Team-Angler, die bereits jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kopfruten haben. Keiner würde hier auf die Idee kommen, so eine edle Pole gegen hefitige Seitenwind ankämpfen zu lassen. Die Top-Modelle sind für das filigrane Angeln bei schönem Wetter und leichter Strömung gedacht. Sicherlich kann man damit auch Brassen um 2kg ausdrillen, aber eben mit Sachverstand. Nanoflex verschiebt die Grenzen der Belastbarkeit der Kopfruten extrem - ähnlich wie das ABS beim Auto, was die Fahrsicherheit erhöht. Niemand mit gesundem Menschenverstand fährt deshalb bewusst schneller durch die Kurven. Für den den worst-case Fall hat Sensas jedoch einen Airback. Die Jokerkarte für ein kostenloses Ersatzteil gilt ein Jahr nach Kaufdatum. Mir jedenfalls hat diese Pole super gefallen, wenn auch der empfohlene VK um 3.599EUR nur für die Pole schon sehr heftig ist. Diese Investition muss man seiner Familie erstmal erklären können...

Die Sensas Nanoflex 885 ist mit 799 Gramm nur ganz 9 Gramm schwerer als die leichte Schwester 895. Dafür jedoch schon mal 600.00EUR günstiger. Ich habe keine Ahnung was 9 Gramm Gold gerade kosten, aber das hier ist pure Technologie auf höchstem Niveau. Auch hier gilt: Die Rute ist nachgemessen nur 12.31m lang. Das Gewicht der Mini-Verlängerung hatte ich vergessen zu wiegen.

Das Balancegewicht von nur 2995 Gramm kann sich sehen lassen. Nur 35 Gramm Unterschied zum Top-Modell 895. Das 13m-Handteil hat oben 45.7mm Durchmesser und unten (sprich am Ende) 49.7mm). Das ist typisch für Serie 5 Kopfruten von Sensas. Der Anschlag ist im Vergleich zur 895 ebenfalls irre schnell.
Ein Nachschwingen ist nur geringfügig bis ins Teil 4 wahrnehmbar. Der Unterschied zur 895 ist zwar erkennbar, aber auch den Aufpreis von fast 600 EUR wert?
ich habe da Zweifel. Bei der 885 passt das Preis-Leistungsverhältnis schon besser, wenn man den Einzelpreis der Ruten betrachtet.

Der wesentlichste Unterschied ist für mich die höhere Bruchfestigkeit. Die 885 kann auch mal größere Brassen sicher bändigen, ohne dass man Rücksicht auf das Material nehmen muss. Nanoflexruten halten schon ganz schön was aus. Lediglich die Pack-Ausstattung zur 895 unterscheidet sich geringfügig. Die 895 wird mit 4x 5.95m langen Competition Kits geliefert, während die 885 im Pack mit nur 3x im Pack hat. Berücksichtigt man den Einzelpreis von 575.00EUR eines 5.95m langen Competition-Kits, dann ist man fast beim Preis des 895-Packs. Sensas hat offenbar bei 895 Pack höhere Rabatte eingearbeitet.
Fazit: Die 885 und die 895 sind extrem ähnlich. Die bessere Packausstattung der der 895 ist jedoch so verlockend, dass es aus meiner Sicht besser wäre, sich die 895 zuzulegen und man(n) sich noch eine 845 oder 875-River gönnt und diese als Muletto-Rute nutzt. Jede ander Serie 5 Rute würde es jedoch auch tun. Hauptsache kompatible, damit man im worst-case Fall einen Ersatzteilspender am Wasser hat.
 

Positiv überrascht hat mich die Nanoflex 875 River. Eine Pole, die eigentlich zum Angeln am Fluss mit schweren Lutscher-Montagen entwickelt wurde.
Die 875 ist für eine Kanalrute schnell im Anschlag und alle Ruteteile fühlen sich druckfest und sehr stabil an. Im Vergleich zur Sensas Nanoflex 964-River, ist die 875-River deutlich schneller im Anschlag. Die Rute schwingt nur auf Kit-Länge nach. Offenbar ist dies der Pack-Ausstattung geschuldet. Die 875 wird mit River-Kits ausgeliefert, die eine höhere Elastizität erfordern. Hier müssen ja auch Hohlgummizüge mit bis 2.6mm das Rutenmaterial stark strapazieren. Das Konzept des Packs stimmt damit.


Die Balance wurde mit 3390 Gramm ermittelt. Das ist richtig gut und bestätigt meinen Test. Zu gern würde ich die Pole mal mit Match-kits oder Competition-Kits fischen wollen. Ich könnte mir gut vorstellen, diese Pole als Allrounder zu fischen und mit leichteren Kits für filigranere Angeln zu ergänzen.

Tipp: Die 875 ist dank der guten Rutenaktion ein Top-Wahl für sehr anspruchsvolle Angler, die sich im Leben noch mal was gutes gönnen wollen. Egal, ob als Mulettorute zur 895/885 oder aufgemotzt mit zusätzlichen Competition-Kits. Die Sensas Nanoflex 875-River kann ungesehen kaufen. Sie verzeiht auch mal Drillfehler und kann bei heftigem Seitenwind sich besser wehren, als die sensiblen Spitzenmodelle.

Die Sensas Nanoflex 865 ist da schon mehr eine klassische Allrounder und wird mit Match-Kits ausgeliefert. Das Eigengewicht ist mit 920 Gramm ausgewiesen.
Das Modell richtet sich mehr an den normalen Stipp-Angler, der keine 40 Gramm Lutscherposen jeden Tag angeln muss. Obwohl leichtere Kits im Lieferumfang sind, ist dieses Modell etwas weicher im Anschlag, als die 875 River. Das hätte ich nicht erwartet. Ich bin davon ausgegangen, dass die leichteren Matchkits im Vergleich zu den River-Kits der 875-River die bessere Alternative gewesen wäre. Doch hier musste ich mich eines besseren belehren lassen. Die 865 basiert auf einer geringeren Carbonklasse, als die 875. Irgendwo muss ja der Preisvorteil von 600.00EUR in der Packausstattung im Vergleich zur 875-River auch herkommen.

Das Balancegewicht der 865 liegt bei 3460 Gramm. Sie ist damit "nur" 28 Gramm leichter, als das Gegenstück aus Serie 4 (964-River). Auch im Eigengewicht ist die 865 mit 920 Gramm nahezu gleich mit der 964-River mit nachgemessenen 917 Gramm. Beide Rutengewichte liegen im Bereich von üblichen Messfehlern und Toleranzen bei Waagen. Dank der größeren Steigung der Rutenteile, ist die 865 jedoch schneller im Anschlag, als die 964. Dafür ist die Windlast der 965 auch etwas größer bei Seitenwind. Man hat somit die Qual der Wahl. Schnellerere Anschlag bei der 865 oder doch lieber die dünnere 964-River mit guten River-Kits?

Fazit: Für mich passt hier das Preis/Leistungsverhältnis nicht. Weder die 865 oder die 964-River konnten mich bei einem empfohlenen Packpreis um 2400EUR wirklich überzeugen. Hier haben Produzenten, die z.B. bei Reglass fertigen deutlich bessere Kopfruten ( Maver Pro Carp, Maver BNX3)
Die Sensas 845 passt da schon eher ins Beute-Schema eines ansprochsvollen Hobby-Anglers, da dieses Modell im Pack mit einem Matchkit einfach mal 700.00EUR günstiger ist. Im Einzelpreis liegt der Preisvorteil von der 865 zur 845 nur bei 330EUR.

Der beste Kompromiss für anspruchsvolle Hobbyangler  ist wohl für das Jahr 2016 das Modell Nanoflex 845, 354 und 134. Jedoch verfügt nur die 845 über die neue Nanoflex-Technologie. Die 845 ist zwar nicht so schnell im Anschlag wie die 954, dafür passt hier das Preis/Leistungsverhältnis besser.

Die 845 kann man getrost in schneller Strömung fischen, als auch im Stillwasser auf große Brassen und Schleien. Das Pack der 845 wird mit einem Matchkit ausgeliefert. Damit passt auch die Ausstattung für den klassischen Hobbyangler. Da das Rutenmaterial dicker ist, verzeiht das Modell schon viel eher mal einen Absteckfehler oder einen bei Wind umgekippten Abroller. Das Eigengewicht beträgt nur 895 Gramm. Sie ist damit 10 Gramm leichter als die 954, aber NICHT schneller im Anschlag als die 954

Das Balancegewicht muss dabei nicht verstecken. 3640 Gramm wurden ermittelt! Die 954 hat im Vergleich dazu 3.903 Gramm. Jeder gesunde Angler würde daraus schlussfolgern, dass die 845 damit technisch besser wäre, als die die 954, da das Balancegewicht besser ist. Das stimmt zwar technisch gesehen. Jedoch schwingt beim Anschlag die 845 im unmittelbarem Vergleich zur 954 intensiver bis ins Teil 6 nach. Dieses Verhalten konnte ich bei der 954 nicht so beobachten. Warum das so ist, konnte mir Marco Beck auch nicht erklären. Aus diesem Grund machen wir ja die Tests. Es gibt da immer wieder mal positive Überraschungen und die Produktauswahl ist einfach zu groß, um die Spreu vom Weizen vernüpftig trennen zu können.
Fakt bleibt jedoch: Dass die Balance der 845 spürbar besser ist, als die 954.

Im Sensas Katalog 2016 ist auch eine Nanoflex 825 gelistet. Es ist eine Einsteigerrute. Als ich jedoch die Pole in die Hand nahm und mir ein Endkunden-VK von ca 600EUR genannt wurde, legte ich die 1265 Gramm schwere Kopfrute wieder zurück. Das ist völlig überteuert. Das kauft keiner. Preis/Leistung passt hier überhaupt nicht. Da hat Browning mit der Serie ²eX-S (sprich englisch: 2access) die bessere Antwort für Einsteiger ins Kopfruten angeln. Wozu man hier Nanoflex-Carbon verschwendet, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Die neue Sensas Ares 300 ohne Nanoflex passt da mit 1195 Gramm schon eher ins Beutschema eines Stipper-Neulings und ist auch günstiger beim Nachkauf von Kits.


Entwickelt für das Angeln in Carpodrom wurde u.a. auch die Sensas Hulk Carp 85. Dieser "Prügel" hat mein Herz erobert. Was hat Sensas da großartiges gebaut?

Das ist auf dem ersten Blick kein schwerer Knüppel. Ganz im Gegenteil! Serie 5 kompatibel. Nur 945 Gramm Eigengewicht un d bestückt mit einem super steifen Fighting-Kit mit Seitenausgang für Hohlgummi-Montagen. Wow - die Pole ist schnell, steif und überhaupt nicht kopflastig. Eine echte Überraschung für mich.


Das Balancegewicht habe ich mit 3690 Gramm ermittelt. Das unmittelbare Gegenstück aus Serie 4 wäre die Sensas 494. Die Sensas 494 ist zwar 20 Gramm schwerer, aber bei der Balance mit 3660 Gramm auf dem gleichem Niveau, wie die Hulk Carp 85. Für die Sensas 494 werden 650.00EUR mehr aufgerufen. Zugegeben, die 494 ist etwas schneller im Anschlag, aber nun auch nicht so viel schneller, dass man dafür 650EUR verlangen kann! So bleibt die Hulk 85 eine echte Überraschung. Extrem robuste Rute, extrem steif. Sehr viel besser als die 875-River! Die nachgemessene Länge beträgt auch hier 12.31m. Wer also gern in harter Strömung auf Barben fischen möchte, ist aus meiner Sicht mit der Hulk 85 richtig gut bedient. Jetzt brauche ich nur noch einen Tümpel finden, wo ich die Hohlgummis bis 3.0mm in dieser Pole testen kann. Ich bin schon ganz jückig drauf.
Fazit: Wer sich mal eine neue XL75-S zulegen will, sollte sich unbedingt die Hulk 85 mal ansehen. Die Pole kostet einfach mal nur die Hälfte und ist genau so steif. Man sollte sich hier nicht von dem Label "Karpfenrute" abschrecken lassen. Die kann man auch mit Matchkits angeln. Die Teile 1-5 sind auch Serie 4 kompatibel.

 

Hinweis: Eigengewichte und Balancewertewerte werden immer OHNE Miniverlängerung ermittelt. Die Preise hinter den Kopfruten sind keine Angebotspeise von uns, sondern nur Listenpreise des Kataloges als Orientierung für Rutenpacks mit mehreren Kits.

 

 

Balancegewichte aktueller Kopfruten von Sensas
Modell gem. Länge Eigengewicht Balance-Gewicht Katalog-Preise 2015 für Packs mit mehrenen langen Kits als grober Richtwert
74XL
Modell 2013
13.14m 952 Gramm 3.730 Gramm 2899.00EUR
74XL Nanoflex 13.14m 895 Gramm 3628 Gramm 3299.00EUR
74XL RIVER Nanoflex 13.14m 980 Gramm 4086 Gramm 3499.00EUR
64XL Carp Comp. Nanoflex 13.14m 995 Gramm 4155 Gramm 2799.00EUR
984 Nanoflex 12.31m 790 Gramm 3.080 Gramm 3199.00EUR
974 Nanoflex 12.31m 870 Gramm 3.520 Gramm 2549.00EUR
974 Nanoflex 11.60m* 660 Gramm 2.200 Gramm 2399.00EUR
964 RIVER
Nanoflex
12.31m 917 Gramm 3.488 Gramm 2199.00EUR
954 Nanoflex 12.31m 999 Gramm 3903 Gramm 1699.00EUR
934 Nanoflex 12.31m 1035 Gramm 3758 Gramm 1229.00EUR
83XL 13.14m 830 Gramm 3.380 Gramm 4999.00EUR
73XL 13.14m 890 Gramm 3.580 Gramm 3999.00EUR
793 12.31m 735 Gramm 3.930 Gramm 3599.00EUR
783 12.31m 780 Gramm 4.050 Gramm 2999.00EUR
773 Power Match 12.31m vergessen zu wiegen 3.400 Gramm steht noch nicht fest
773 Carp Comp. 12.31m 899 Gramm 3.940 Gramm 2399.00EUR
753 12.31m 940 Gramm 3.550 Gramm 1699.00EUR
733 12.31m 1100 Gramm

3.580 Gramm

1050.00EUR
733 11.00m 770 Gramm 2.421 Gramm 949.00EUR
675 12.31m  835 Gramm 3.505 Gramm 2059.00EUR
125 12.31m  1220 Gramm 4.550 Gramm 699.00EUR
595 Fighting Specimen 12.20m 880 Gramm 3530 Gramm 2699.00EUR
575 Fighting Specimen 12.20m 995 Gramm 4.039 Gramm 1699.00EUR
535 Fighting Specimen 11.50m* 853 Gramm 2.633 Gramm 799.00EUR
365 Carp'X Power Specimen 12.20m 1110 Gramm 4.488 Gramm 1399.00EUR
115 Power Match 10.00m* 695 Gramm 1.899 Gramm 469.00EUR
125 Power Match 11.65m 865 Gramm 2.580 Gramm 669.00EUR
Super Poseidon Silverfish 10.00m* 680 Gramm 1.793 Gramm 299.00EUR
Ares 100 9m* * 2.088 Gramm 169.00EUR


* Hier wurde die Länge vergessen nachzumessen. Es ist die Katalogangabe mit Miniverlängerung.

Weiter zu den Neuheiten in 2015. Die Fighting Specimen Serie 5
wurden speziell zum Karpfenangeln mit Fighting-Kits ausgestattet.
Der Gummizug wird bei den Fightingkits an der Seite herausgeführt, um den Karpfen beim Drill schneller unter Kontrolle zu bekommen.
fighting-kitDie überraschend gute Balance von 3.530 Gramm beim 13m Modell für eine Karfenrute!! hatte mich bewogen, mir das Modell genauer anzusehen, sensas-maik-595zumal es für die Serie 5 auch Verlängerungen auf 14.50m und 16m für jeweils 249.00EUR gibt. Gerade für Österreich dürfte das eine gute Wahl sein, wo die Karpfen die Schmerzgrenze (Uferdistanz) bei der Futterraufnahme bereits gelernt haben.
Im Paketangebot bei dieser Serie liefert Sensas insgesamt 6 Kits mit. Es handelt sich dabei u.a. um 4 goldene Super Specimen Competion Kits, die von Hause aus gleich mit einem 2.4mm Hohlgummibestückt werden können und 3m lang sind. Sensas liefert die 595 mit 4 Verlängerungsteilen für die Kits aus, so auch tiefes Angelgewässer bis 4.30m Tiefe beangelt werden kann. Ein 4-teiliges Cupping Kit wertet hier das Paketangebot (für 2699.00EUR Katalog-Preis) auf. Dieses leichte Rutenmodell kann bedenkenlos mit straffen Hohlgummis bis 2.8mm geangelt werden! Die Rutte hatte ich vergessen nachzumessen. Sie wird bei etwa realen 12.20m Länge liegen. Ich hatte kaum einen Unterschied zur klassischen Serie 5 bei der Länge bemerkt. Der Anschlag kommt schnell durch. Die Rute schwingt kaum nach und man kann diese auch mit einer Hand gestützt angeln. Zu gern würde ich mit diesem "Prügel" jetzt lieber am Kanal sitzen und mal Barben ausdrillen. Für mich eine klare Kaufempfehlung für Karpfenangler.


Preise und weitere Produktinfos zu 13m Kopfruten können hier  einsehen.

Auf der Suche nach 10m Steck-Ruten, die man ggf. zum lang-lang Angeln am Silo-Kanal auf große Rotaugen nehmen kann, bin ich ebenfalls fündig geworden. Die Super Poseidon Serie in 2015 ist Serie 5 kompatibel. sensas-super-poseidonDas ist ein wichtiges Argument für Angler, die bereits eine 13m Kopfrute der 5-Serie haben und 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen: Preiswerte lang-lang-Rute zum schnellen "Herauszerren" von großen Plötzen und Brassen und zum anderen einen preiswerten Ersatzspender für Notfälle dabei zu haben. Sensas hat 5 neue Modelle am Start, doch nur eine davon hat mich wirklich überzeugt. Es ist die grüne Super Poseidon Silver Fish. Alles andere ist eher was für Grobmotoriker oder Carpodroms. Dieses Modell wiegt nur 680 Gramm auf 10m bei einem überraschend leichten Balancegewicht von nur 1793 Gramm. Der Handteildurchmesser beträgt nur 38mm. Damit ist dieses Modell auch für Jugendliche mit kleinen Händen gut geeignet. Die Rute schlägt schnell an und schwingt kaum nach. Der Katalogpreis liegt bei unter 300.00EUR. Ich finde das sehr fair für ein Modell mit derartiker Steifheit. Ich werde es demnächst mal am Silo-Kanal testen und Rotaugen die die Luft fliegen lassen und dann darüber einen Livebereicht erstellen.
Die Transportlänge der Super Poseidon beträgt 1.71m und sollte in jedes Kopfrutenfutteral mit reinpassen. Doch bitte aufpassen! Es gibt noch einen weitere grüne Poseidon wo nicht SUPER dran steht. Diese ist jedoch 845 Gramm schwer und mehr was schon für Carpodroms. Außerdem ist die andere grüne Poseidon nur 9m lang. Also Augen auf beim Onlinekauf!
Ich halte die Super Poseidon für eine gute Wahl, um Petrijünger und Frauen an das Wettkampfangeln heranzuführen.

Wer noch höhere Ansprüche hat, dem empfehle ich die silber grüne Flandres Brasem aus der neuen Kollektion 2015. Die ist ebenfalls 10m lang und wiegt mit 695 Gramm nur 15 Gramm mehr, als Super Poseidon. ABER: Die Sensas Flandres ist auch anders aufgebaut! Sie hat nur eine Transportlänge von 1.52m was theoretisch auch zu einem schlechteren Balancegewicht führen müsste, zumal sie schwerer ist. Doch Fehlanzeige. Wieder eine Überraschung. Die Waage taumelt sich bei 1580 Gramm ein! Die Flandres Brasem ist noch schneller im Anschlag und handlicher als die Super Poseidon. Dieses Modell kann man gleich mit einem 2.2mm Hohlgummi fischen und das will was heißen. Beim Preis habe ich dann jedoch doch noch geschluckt. 539.00EUR will Sensas dafür sehen. Ob dieses Modell Serie 5 oder 4 kompatibel ist, hatte ich vergessen zu prüfen. Wer ernsthaft interessiert kann mich später noch mal kontaktieren. Ich brauche diese Info ebenfalls. Zur Flandres bittet Sensas 4- und 5-teilige Kits an, die nicht kürzer als die Standardkits der Serie 4 sind. Das 4-teilige Kit zur Flandres ist nur 3,70m lang (129.00EUR), während das 5-teilige Kit mit 5.10m (189.00EUR) eher in das Beute-Schema für deutsche Angelkanäle passt.
Für alle Flandres Serien gibt es Mini-Verlängerungen für das 10m und 11.50m Handteil. Wer mit dieser Rute aufwachsen möchte und später mal ein Upgrade auf 11.50m benötigt kann aufatmen. Sensas hat mitgedacht und bietet hier noch optional ein 11.50m Handteil für 159.00EUR an. Der Handteildurchmesse beträgt 38mm bei 10m.
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Von der neuen 10m langen und schlanken Super Magic Carp Serie, die man ebenfalls als lang-lang Modell mit 0.25mm Haupt-Schnur angeln kann, gibts zwei Modelle. Eine rote und eine goldene Pole. Die "Rote" sieht schick lackiert aus und wird bei nden Händlern sicher lange im Regel stehen. Dabei klingen die technischen Werte gut. 10m und 695 Gramm Eigengewicht. Auch der Preis mit 349.00EUR klingt sehr fair. ABER: Das rote Modell ist zu kopflastig und weich im Anschlag. Wer braucht sowas?
Besser sieht es bei dem goldenen Modell aus. Es ist 20 Gramm leichter. Ich wollte es ursprünglich gar nicht erst testen, da ich bereits Vorurteile zum roten Modell entwickelt hatte. Aber das Modell Super Magic Specimen hat eine sehr interessante Eigenschaft, wenn man auf Großkarpfen OHNE Gummizug angelt. Einfach eine 0.30mm Hauptschnut ran knoten und gegenhalten, wenn ein 10Kg Karpfen daran zerrt. Der Handteildurchmesser mit 38mm ist für eine Karpfenrute sehr schlank. Das Balancegewicht ist mit nur 1838 Gramm überraschend gering!!
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Hier bin ich mir sicherer, dass es Fan's für derartige Angeltechniken gibt. Der Katalogpreis von 479.00EUR ist mehr als fair für ein Modell wo man Ohne Gummizug auf 10kg Karpfen angeln kann!

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