Tag 4: 10.6.2010

Aufregung macht sich im polnischen Competition Office breit. Der FIPS Präsident Claudio Matteoli trifft in Poznan ein

und begutachtet die Streckenplanung und Ausführung der Streckenvorbereitung.
fips-president
Dabei geht um es viele Besonderheiten der Strecke, die zu ungerechten
Plätzen führen, weil zum Teil das Schilf unter Wasser noch immer eine breite Krautzone bildet. Es gibt Unterbrechungen im Streckenbereich in Form von Betonstegen.
Dadurch entstehen Außenplätze innerhalb eines Sektors.
fips-matteoli
Für die Zuschauer muss eine abgesperrte Zone eingerichtet werden und die Büsche so weit runtergeschnitten werden, dass sie auch etwas sehen können.
Im A- und B-Sektor fährt normalerweise ein Zug, der die Gäste in einer kleine Bimmelbahn um den See kutschiert. Das wäre am Wochenende echt nicht gut. Denn es werden viele tausende Zuschauer erwartet, die dann auch platzbedingt auf den Gleisen stehen werden. Radfahrer dürfen die Strecke nicht befahren. Das verstehen hier viele nicht. Es gibt etliche neu aufgestellte Verbotsschilder für Radfahrer und auch extra Ordnungshüter am Ende Streckenabschnitte schaffen es nicht zu verhindern, dass die Fahrradfreunde nach einigen geschoben Metern doch wieder ihren Drahtesel bestegen.
matteoli
Während die Teams fleißig weiter trainierten, möchte ich von der Arbeit hinter den Kulissen berichten. Die Strecke wurde mehrmals abgegangen und JEDER einzelne Platz begutachtet und geprüft, ob das Ufer gemäht wurde, Sträucher oder Bäume noch gekürzt werden müssen. Weitaus schwieriger war die Diskussion um die künstlichen Außenplätze, die durch die Betonstege entstanden sind und Unterwasserhindernisse, wo man eigentlich die Plätze ebenfalls sperren muss, um faire Verhältnisse zu schaffen.

Im Competition Office (Bungalaow 28 im Malta Camping) wurden weitere Vorbereiten getroffen. Zu jedem Angler soll es einen eignen Schiedsrichter geben! Dieser wird im Sektor des Anglers sitzen und die Einhaltung der FIPS Regeln kontrollieren. Dieses Personal musste auf die neuen Regeln der FIPS noch geschuld werden, benötigt Sitzmöglichkeiten, Tische, T-Shirts, Basecaps, Regenschirme. Diese Sachen müssen transportiert und verteilt werden. Jeder Teilnehmer erhält lamienierte Karten zum Umhängen, damit man die Zuschauer von den Teilnehmern unterscheiden kann und die Sektoren überhaupt betreten darf.
Ebenso wird für jeden Angler ein Mappe angefertigt, die am Angelplatz aufgestellt wird und die Zuschauer auch über die gefangenen Fische pro Stunde informiert.
nico-namensschild

Am Nachmittag war ein Team-Manager-Meeting angesetzt. Es ging dabei um origanisatorischne Abläufe und Regelungen sowie die Verlosung der Los-Reihenfolge für die Sektoren am Folgetag. Das Competition Office war zentraler Anlaufpunkt für alle organisatorischen Fragen und Probleme.
competition-office

verlosung-der-sektoren
sektorverlosung
mazedonienBeim Meeting wurden die Namen der Teilnehmer geprüft und die Anwesenheit der gemeldeten Nationen geprüft. Hier hab es wegen Tipp-und Übertragungsfehlern einiges an Nacharbeit. Den Vogel hat jedoch Mazedonien abgeschossen. Sie haben einen politisch motivierten Protest eingelegt, weil auf der Teilnehmerkarte nur Mazedonien Stand. Wegen der Anerkennung der Eigenständigkeit und Unabhänigkeit von Griechenland hatte das Team die Bezeichnung "Republik Mazedonien" gefordert und angedroht aus Protest nicht teilzunehmen. Dies wurde zudem auch von von einem Kameramann aus Mazedonien gefilmt.
Herr Matteoli (FIPS-Präsident) lies sich auf keine Diskussionen ein. Es geht hier um eine Sportveranstaltung und nicht um eine politische Demo. Viele wussten nicht um den Konflikt um das Thema Mazedonien.
Auch mir was das fremd und ich nutze die Gelegenheit am Wasser, um mich mit dem Team über ihr Problem zu unterhalten. Mazedonien ist extrem arm und ein absoluter Außenseiter der Veranstaltung. Sie erinnern mich etwas an Olympia - die lustigen Eisbob-Fahrten von Jamaika. Politische Details würden hier jedoch den Rahmen sprengen. Ich beantworte diese Fragen gern auf Anfrage.

Bericht und Fotos: Maik Fiebig

 

 

Drucken E-Mail